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Die Seniorinnen Ü31 der TuRa Monschau reisten zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft….

Ruth – Nach dem Erreichen des zweiten Platzes bei der Westdeutschen Meisterschaft hatten die Mädels, die unter dem Namen TuRa Monschau spielen die Möglichkeit sich in einem Qualifikationsturnier noch durchzusetzen (die Mannschaft setzt sich aus Spielerinnen der TuRa Monschau, SG Aachen und des VV Phönix Schwerte zusammen). Hierzu musste man die lange Reise nach Berlin antreten, um sich am Sonntagmorgen mit zwei weiteren Mannschaften zu messen. Zwei der drei würden zur Deutschen Meisterschaft nach Minden fahren.

 

Samstag. Wenn man denn schon mal so eine lange Reise unternimmt, dann bitte auch mit Rahmenprogramm. Also fuhr man Samstagmorgen um 05:00 Uhr(!) los. Man wollte ja noch Berlin unsicher machen. Zwar fragten sich die Akteure dann am Samstag doch erstmal „Sind wir eigentlich verrückt?“, aber es sollte sich doch lohnen. Mittags trafen beide Autos wohlbehalten in Berlin am Hotel ein und nach dem Einchecken ging es mit der U-Bahn in die Innenstadt. Hier machte dann eine Großdemonstration unsere ursprüngliche Planung zunichte. OK, dann halt gleich zum Brandenburger Tor und dank der Ortskenntnis einiger Spielerinnen zu den sehenswertesten Orten. Das Wetter meinte es gut mit uns und so verbrachte man einen lustigen und gelungenen Nachmittag in Berlin. Nach dem frühen Aufstehen war dann am späten Nachmittag für uns schon gefühlt Mitternacht. Also noch ein kleiner Ausflug zum Prenzlauer Berg zum Essen (sehr empfehlenswert!) und um 22:00 Uhr lagen alle sieben Spielerinnen tot müde in der Heia.

 

Sonntag. Früh meldete sich Spielerin Nummer acht vom Düsseldorfer Flughafen, dass sie eingecheckt hatte und pünktlich in Berlin landen würde. Das nennt man doch mal Einsatz! Nach einem kleinen Spaziergang und Frühstück brach man dann zum Turnier auf. Gegner waren die Mädels vom TSV Rudow und Wolfenbütteler VC.

 

Die Auslosung ergab, dass die TuRa zunächst gegen Wolfenbüttel antreten musste. Der erste Satz begann nicht gut für die TuRa-Mädels. Man hatte vor allem Probleme Akzente im Angriff und bei den Angaben zu setzen. Normalerweise eine Stärke der Monschauerinnen. Und natürlich fehlte es an der Abstimmung. Nach dem Ende der Saison war keine Spielerin mehr regelmäßig im Training und das merkt man dann schon. Schnell geriet man mit 3:8 in Rückstand, kämpfte sich aber langsam in den Satz zurück. Ein paar schöne Schnellangriffe über die Mitte und die Außenposition brachten den Ausgleich zum 16:16 und 21:21. Leider machte man in der entscheidenden Phase des Satzes zu viele Eigenfehler und verlor den Satz 21:25. Im zweiten Satz ging nichts für die Eiflerinnen. Sehr deutlich wurde die fehlende Abstimmung in der Annahme aufgedeckt. So kassierte man alleine in einer Aufstellung acht Punkte in Folge. Zwar konnte man sich im Laufe des Satzes wieder etwas herankämpfen, aber deutlich gingen der zweite Satz und damit das Spiel an die Mädels vom Wolfenbütteler VC (es wurde nur über zwei Gewinnsätze gespielt).

 

Im zweiten Spiel traf Wolfenbüttel auf Berlin. Ein sehr gutes Spiel auf hohem Niveau, dass Berlin jedoch 2:0 für sich entschied. Jetzt war schon klar, dass ein Weiterkommen für die Monschauerinnen nicht wirklich möglich war.

 

Im ersten Satz gegen Berlin musste man beim Stand von 3:5 acht Punkte in Folge hinnehmen. Es sei aber auch erwähnt, dass Berlin über mehrere aktive Spielerinnen der 2. Bundesliga verfügte. Überdeutlich verlor man den Satz mit 9:25. OK, kleine Ziele setzen. Im zweiten Satz bitte mehr als 10 Punkte. Und so spielte man dann auch munter mit und es kamen einige sehr schöne Spielzüge zustande, die mit Schnellangriffen über die Außenposition oder die Mitte abgeschlossen wurden. Mit 18:25 verlor man den Satz, zeigte aber eine gute Leistung. Verdient ging das Spiel mit 2:0 an Rudow und die Monschauerinnen belegten leider den dritten Platz, der nicht für die Deutsche Meisterschaft reicht. So kann man nur auf das Zurückziehen einer qualifizierten Mannschaft hoffen, um als Nachrücker vielleicht doch noch nach Minden fahren zu können. Spaß hatten die Mädels allemal und so hat sich der Ausflug nach Berlin doch wirklich gelohnt.

 

Zweigeteilt ging der Sonntag dann zu Ende. Einige Spielerinnen mussten den Ausflug leider berufs- und familienbedingt nach dem Turnier schon beenden. Ein paar andere nutzten die lange Anreise noch zu einer Bootsfahrt auf der Spree und dazu den herrlichen Ausblick vom Funkturm zu genießen. Den Abend ließ man bei einem leckeren spanischen Essen ausklingen (OK, ich will Diejenigen, die nach Hause fahren mussten nur neidisch machen).

 

Montag. Aber auch für die zweite Gruppe ging der Berlinausflug am Montag zu Ende. Nach dem Besuch des KaDeWe (also die Gourmetabteilung muss man gesehen haben!), ging es zurück nach Aachen bzw. in die Eifel. Auch wenn es sportlich nicht gereicht hat, verbrachte man ein tolles Wochenende in Berlin und nächstes Jahr wird man sich wieder in den Seniorinnen-Wettbewerb stürzen.

 

Für die TuRa Monschau spielten: Vera Eckers, Corinna Itzenga, Tina Kroll, Uschi Schneider, Silvia Steudner, Gisela Volkers, Simone Wäser-Liedtke und Ruth Weißhaupt. Leider nicht dabei: Sinje Ebbecke, Hedwig Flachskampf und Daniela Steffens.