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Die Seniorinnen Ü31 der TuRa Monschau sind Westdeutscher Vize-Meister

Ruth – Auch dieses Jahr nimmt die TuRa Monschau am Seniorinnen-Wettbewerb der Altersklasse Ü31 teilt. Die Mannschaft setzt sich aus Spielerinnen der TuRa Monschau, SG Aachen und des VV Phönix Schwerte zusammen. Im Vorfeld bestritt man zwei Vorbereitungsspiele gegen die Damen 1 der SG Aachen. Hierfür nochmal ein Dankeschön an die Mädels um Trainer Lutz Fettweis.

 

Also machte man sich am Sonntagmorgen auf den Weg zur TG Neuss, die dankeswerter Weise die Ausrichtung des Turniers übernahm. Die Zeitumstellung und der frühe Turnierbeginn um 10:00 Uhr sorgten für etwas müde Akteurinnen. So fanden die Aachener Autos zwar die Adresse in Neuss schnell, den Parkplatz aber erst nach drei Anläufen unter Missachtung so einiger Verkehrsregeln. Das Eifelauto vermeldete dann auch glatt einen kleinen Umweg, der zu einer späteren Ankunft führen würde. Wie im letzten Jahr konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, was für den kleinen Umweg sorgte. Egal…um 9:30 Uhr waren alle Spielerinnen gut gelaunt da.

 

Leider waren auch in diesem Jahr nur drei Mannschaften anwesend: die TuRa Monschau, der Kirchhörder SC und der amtierende Westdeutsche Meister Oberaußemer VV. Also wurde ein Dreierturnier „Jeder gegen Jeden“ mit drei Gewinnsätzen durchgeführt. Der Gewinner des Turniers qualifiziert sich direkt für die Deutsche Meisterschaft, der Zweite kann sich noch in einem weiteren Turnier qualifizieren.

 

Das erste Spiel bestritt der Oberaußemer VV gegen den Kirchhörder SC. Die Damen von Oberaußem zeigten sich wie im Vorjahr spielstark und gut aufeinander abgestimmt. Der Kirchhörder SC hatte Anlaufschwierigkeiten und konnte dem aggressiven Angriffsspiel von Oberaußem oft nicht standhalten. Deutlich ging das erste Spiel mit 3:0 an Oberaußem.

 

Im zweiten Spiel spielte nun die TuRa Monschau gegen den Verlierer des ersten Spiels Kirchhörder SC. Die TuRanerinnen begannen konzentriert und konnten mit starken Angriffen über die Außenposition punkten. Die Kirchhörder Angriffe wurden gut verteidigt und im Gegenzug in Punkte umgewandelt. Schnell stand es 12:6 im ersten Satz. So ging es leider nicht weiter. Kirchhörde fand ins Spiel und die Monschauerinnen verschlugen viele Angaben. Schon war der schöne Vorsprung weg. Hinzu kamen diverse Abstimmungsprobleme. Beim Stand von 21:21 nahm man drei Punkte zum 21:24 hin und verlor den Satz knapp mit 22:25. Naja, nicht ungewöhnlich für die Monschauerinnen, sind sie als Spätstarterinnen bekannt und brauchen erstmal einen Satz zum Eingewöhnen.

 

Im zweiten Satz das gleiche Bild. Die meiste Zeit führte die TuRa knapp mit ein, zwei Punkten, konnte sich aber nicht absetzen. Die guten Angriffe über die Außenposition konnte man nicht nutzen, da man zu viele Angaben verschlug. Ausgeglichen blieb es bis zum 21:22. Einen Satzball beim 24:23 konnte man nicht nutzen und musste Kirchhörde wieder mit 27:25 den Vortritt lassen. Na gut, dann halt in fünf Sätzen.

 

Auch im dritten Satz erspielten sich die TuRa immer wieder kleine Punktvorteile über den Außenangriff und auch schön eingesetzte Schnellangriffe über die Mitte. Den Sack zumachen konnte man aber nicht. Immer wieder ließ man Kirchhörde heran, die hatten sich aber auch deutlich besser aufeinander eingestellt als noch gegen Oberaußem. Es blieb eng bis zum 24:23 für die TuRa. Den ersten Satzball konnte man nicht nutzen, sich aber einen zweiten erarbeiten. Knapp geht der dritte Satz mit 26:24 an die TuRa. „Endlich der erste Satz“ war dann auch die erleichterte Ansage. Also weiter. Im vierten Satz konnte sich bis zum 15:14 keine Mannschaft ansetzen und dann fand man doch die eigenen Angaben wieder. Denn eins war klar: sobald die Angaben kamen hatte Kirchhörde Probleme. Eine Vierpunkteserie konnte man sicher verwalten und den vierten Satz mit 25:22 gewinnen.

 

„TIEBREAK“ hallte es dann auch durch die Halle. In diesen startete die TuRa mit klaren Vorteilen. Wie gesagt: gute Angaben sind der Punktegarant. 3:0 und 5:3 geht man in Führung, um sich doch wieder einholen zu lassen. Aber bange machen gilt nicht. Die Außenangreifer und die Schnellangreifer machten aus einer aufmerksamen Feldabwehr den Satz zu. 15:9 geht der Tiebreak schließlich an die TuRa. 3:2 gewinnen die Monschauerinnen ein spannendes und sehenswertes Spiel.

 

Eins war schon mal klar: man war noch im Rennen um die Deutsche Meisterschaft, denn den zweiten Platz hatte man sicher. Im letzten Spiel wollte man nun sehen, was man gegen den Oberaußemer VV ausrichten konnte. In den ersten beiden Sätzen konnte man den Damen aus Oberaußem nur streckenweise paroli bieten. Immer wieder gelangen schöne Aktionen über den Schnellangriff, aber Oberaußem gewann beide Sätze doch sehr deutlich mit 25:12 und 25:10. Nach dem Fünfsatzspiel machten sich auch die gefühlt 50 Grad in der Halle und die Abwesenheit von Sauerstoff bemerkbar. Im dritten Satz konnten die TuRanerinnen gut mithalten und den Satz lange ausgeglichen gestalten. Am Ende fehlten die berühmten Körner und auch etwas gezieltere Angaben. Zuletzt setzten sich die Oberaußemerinnen verdient mit 25:17 durch und gewannen 3:0.

 

Insgesamt sind die Mädels der TuRa mit dem Ergebnis richtig zufrieden, hat man doch noch die Chance sich am 11. Mai für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Hier steht für die Mädels eine lange Fahrt nach Magdeburg oder Berlin an. Aber das nimmt man gerne in Kauf, um ein Erlebnis wie die Deutschen Meisterschaften zu erkämpfen. Die Rückreise verlief dann ausnahmsweise mal problemlos. Zumindest bei einem Aachener Auto…von weiteren Umwegen ist der Verfasserin des Artikels nichts bekannt…aber wer weiß es schon…aus Angst vor dem Aachener „Dollar-Phänomen“ wird ja nicht alles preisgegeben…

 

Für die TuRa Monschau spielten: Sinje Ebbecke, Vera Eckers, Hedwig Flachskampf, Corinna Itzenga, Tina Kroll, Uschi Schneider, Daniela Steffens und Ruth Weißhaupt.